Fipresci-Preis
Sommer 1996: Der ewig jugendliche Tagelöhner Freddy (August Diehl) ergreift die Gelegenheit, sein unbequemes Leben in Deutschland hinter sich zu lassen und landet in einem spanischen Urlaubsort. Zunächst wähnt er sich im Paradies. Doch die erste Saison ist noch nicht vorüber, da wird Freddy zum Mittelpunkt des grotesken Zerfalls der Aussteigergemeinschaft.
Begründung:
Die FIPRESCI-Jury war beeindruckt von einem Film, der das Gewöhnliche in etwas still Außergewöhnliches verwandelt. Er greift die Tragödien, Hoffnungen, Zweifel, kleinen Freuden und unerwarteten Geschenke des Alltags auf und verwebt sie zu einem einfühlsamen Porträt der heutigen Gesellschaft. Durch die Zusammenführung vielfältiger Erfahrungen kultureller Begegnungen fängt er sowohl die Einsamkeit als auch die Großzügigkeit ein, die in unserer gemeinsamen Welt nebeneinander existieren. Seine zeitlose, universelle Bildsprache, die herausragenden Leistungen des Ensembles und die geistreichen, aber zutiefst menschlichen Dialoge schaffen ein Kinoerlebnis, das gleichermaßen überrascht und absolut glaubwürdig ist und mühelos zwischen verschiedenen Stilen und Momenten wechselt. In einer von Unsicherheit und Ambivalenz geprägten Welt entdeckt der Film kleine menschliche Wunder in den Begegnungen zwischen „wunderbaren Seelen“.
Publikumspreis
Was haben ein 31-jähriger, homosexueller Geflüchteter und ein 101-jähriges Berliner Original gemeinsam? Antwort: die Wohnung. Denn die Seniorin Agnes braucht Amir (Bardo Böhlefeld) als Mitbewohner, um nicht ins Altersheim ziehen zu müssen. Was als von Skepsis geprägte Zweckgemeinschaft beginnt, wird mit der Zeit mehr und die zwei finden Halt, Mut und neue Lebensperspektiven.
Mit Bardo Böhlefeld, Katja Riemann, Noah Saavedra und Jannik Schümann
