Samuel Finzi feiert mit „Play Auerbach!“ am 04.12. Premiere an den Münchner Kammerspielen

Der erfolgreiche Unternehmer Philipp Auerbach überstand Auschwitz. Er wurde 1945 in München von den Amerikanern als Staatskommissar für rassisch, politisch und religiös Verfolgte eingesetzt. Für viele war er eine Art Messias, der überlebenden Juden*Jüdinnen zur Ausreise nach Israel verhalf. Gleichzeitig wollte er jüdisches Leben in Deutschland wieder etablieren. Auerbach endete tragisch: Seine Behörde wurde geschlossen, ein Münchner Gericht verurteilte ihn 1952 wegen Korruption und Veruntreuung von Staatsgeldern. Er beging Suizid. Zwei Jahre später wurde er rehabilitiert. Und vergessen!. Der Autor und Regisseur Avishai Milstein destilliert mit schonungslos schwarzem Humor wahre und erfundene Begegnungen aus Auerbachs hart geprüfter Existenz und konfrontiert uns in seiner Erinnerungsrevue mit unserem eigenen Versagen und Vergessen. In einer näheren Zukunft, in der es so gut wie kein jüdisches Leben in Deutschland mehr gibt, aber eben auch keine Theater, probt eine Antisemitismusbeauftragte an einer ‚Auerbach-Gedenkrevue‘. Die Probe läuft aus dem Ruder, als der Hauptdarsteller Rafael Kuhn (Samuel Finzi) sich als Jude zu erkennen gibt und sich nicht an das für ihn vorgesehene Drehbuch halten will.

Samuel Finzi ist der Schauspieler Rafael Kuhn, der Philipp Auerbach spielen soll. Er hat durch eine Fernsehserie Bekanntheit erlangt, in der er einen Juden spielt. Eingesogen vom dem Skript der Antisemitismusbeauftragten verschwinden für ihn die Grenzen zwischen Realität und Fiktion. Wer ist Kuhn und wer ist Auerbach? Samuel Finzi zeigt in dem Singspiel sein schauspielerisches Talente und seine Musikalität.

Link zum Stück