Alles beginnt mit einem Einfall: Der jüdische Dokumentarfilmer Jona Lubnik will mit einem provokanten Film die Bequemlichkeit seiner deutschen Mitmenschen aufrütteln. Lange hat er politische Fragen gemieden, doch nun sieht er sich zum Handeln gezwungen, denn er ist überzeugt: Vergangenheit darf nie zum Vorwand werden, um über die Gegenwart zu schweigen. Seine Frau ist eine erfolgreiche Neurologin und fürchtet, dass sich sein Filmprojekt zu einem Politskandal auswachsen könnte, der ihrer Karriere und der ganzen Familie schadet. Alle stehen sich selbst im Weg und sabotieren einander – sei es die Karriere oder die gemeinsame Beziehung.
Mit scharfem Blick durchleuchtet Yael Ronen in ihrer neuesten Stückentwicklung für die Schaubühne die Mechanismen der (Selbst-)Sabotage und reagiert mit den Mitteln der Komödie auf unsere krisenhafte Gegenwart. Ist Selbstsabotage uns Menschen und unseren Gesellschaften unvermeidlich eingeschrieben?
Regie: Yael Ronen
mit Dimitrij Schaad
